Viszerale Osteopathie ist ein Teilgebiet der Osteopathie, das sich mit der Behandlung der inneren Organe (lateinisch: viscera) beschäftigt. Sie zielt darauf ab, die Beweglichkeit und Funktion von Organen wie Magen, Darm, Leber, Lunge, Herz, Nieren oder Geschlechtsorganen zu verbessern. 
Grundprinzipien
Organe sind nicht starr im Körper fixiert, sondern durch Bindegewebe (Faszien, Bauchfell, Ligamente) aufgehängt und besitzen eine natürliche Mobilität (Beweglichkeit durch Atmung, Bewegungen) und Motilität (eigenen, feinen Rhythmus aus der embryonalen Entwicklung).
Einschränkungen können durch
• Operationen
• Entzündungen
• Verletzungen
• Stress
• Fehlhaltungen
• oder Narbengewebe
Entstehen.
Diese führen zu Spannungen, die sich auf andere Körperbereiche auswirken können (z. B. Rückenschmerzen durch Darmprobleme oder Verdauungsstörungen durch Zwerchfellspannungen). 
Ein viszeraler Osteopath ertastet diese Einschränkungen mit den Händen und löst sie durch sehr sanfte, präzise manuelle Techniken (keine harten Griffe wie bei Chiropraktik). Das Ziel ist, die Gleitfähigkeit der Organe wiederherzustellen, die Durchblutung und Innervation zu verbessern und die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. 
Typische Anwendungsgebiete:
• Verdauungsprobleme (Reizdarm, Verstopfung, Blähungen, Reflux)
• Chronische Bauch- oder Beckenschmerzen
• Atemprobleme (z. B. nach Lungenentzündung)
• Menstruationsbeschwerden oder Beschwerden im Urogenitalbereich
• Unterstützung bei postoperativen Narben
• Begleitend bei Rückenschmerzen, Migräne oder allgemeinen Spannungszuständen, wenn eine organische Komponente vermutet wird.
Folgende Fragen werden im Kurs geklärt:
- Wie kann die Ursache gefunden werden?
- Wo wird begonnen?
- Welche Provokationstests sind notwendig, um sicher arbeiten zu können?
- Welchen Einfluss haben externe Faktoren wie Nahrung, Medikamente, Stress und Traumen auf unsere Organe?
- Wie wird behandelt?
- Was sind schwere Verklebungen in Organen?
- Was kann mit Viszeraler Osteopathie gemacht werden?
- Wie können die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden?
Im ersten von fünf Modulen wird das Colon, der Dünndarm und die Nieren besprochen.
Kursablauf:
- Anatomie
- Physiologie
- Biomechanik
- Inspektion
- Sicherheitstests
- Palpation
- Mobilisation und Behandlung
Referenten:
Koen Devriese, Osteopath D.O., Belgien,
Dozent an verschiedenen Osteopathieschulen
Kursgebühr:
Mitglieder VES: € 1.072,00
Nicht-Mitglieder: € 1.129,00
Unterrichtseinheiten:
20 UE (pro Modul) - 100 UE gesamter Kurs - 100 Fortbildungspunkte
Voraussetzung:
Physiotherapeut, Masseur und med. Bademeister, Heilpraktiker
Die Module sind nur zusammen buchbar!